Weihnachten ist nicht nur die Zeit der Geschenke und des Konsums, das sollte sie zumindest nicht sein. Es ist auch nicht die Zeit, in der man bloß geistig besinnlich ist, ein Übermaß ist auch hier nicht am rechten Platz. Nur die Messen zu besuchen und des Lebens und der Passion Jesu Christi zu gedenken, ist auch nicht das, worum es geht. Es soll endlich einmal wieder praktisch geliebt werden, nicht nur theoretisch oder finanziell.
Das macht man am besten dadurch, dass man einfach wieder stressfreie Zeit mit seinen Lieben verbringt. Indem man sich überlegt, was sie gerne hätten, sei es nun materiell oder imateriell. Wie viele Ehepartner wünschen sich nicht ein liebes Wort, ein gutes Gespräch oder eine Zeit wahrer Aufmerksamkeit viel mehr als eine neue Krawatte oder einen Plasma- Bildschirm. Oder Gutscheine. Wie viele Kinder würden nicht viel lieber Zeit mit den vollbeschäftigten Eltern verbringen, als hektisch durch ein Einkaufscenter zu laufen?
Egal, ob es sich nun um junge oder erwachsene geliebte Menschen handelt, es gibt einen Weg, ihnen Liebe und Aufmerksamkeit zu zollen.
Wie wäre es, einen Abend oder einen Nachmittag in jeder Adventwoche damit zuzubringen, etwas zu basteln? Das hört sich nach kindlichem Vergnügen an, aber das wird auch älteren Menschen sehr gut gefallen. Vor allem Menschen mit Berufen, in denen sie viel geistig arbeiten und solche, die sehr viel Stress und Zeitdruck erleben, werden sich dadurch wie in ihre Mitte zurückgeholt fühlen. Und das ist eine Beschäftigung, bei der für wirklich jeden in der Familie etwas dabei ist. Die handwerklich begabten und älteren basteln dann zum Beispiel wunderschöne
Weihnachtspyramiden. Die Kleinen basteln anderen Schmuck. Man kann gemeinsam backen und vorbereiten und dekorieren. Wer es lieber moderner mag, der kann zum Beispiel eigenes Geschenkspapier designen oder graphisch Weihnachtskarten aufbessern. Alle zusammen können basteln, werkeln, tüfteln. Basteln in der Gemeinschaft hat eine sehr beruhigende, aber auch anregende Wirkung. Endlich wird der Kopf frei, alle konzentrieren sich auf ein Ziel und lassen dabei ihrer Kreativität freien Lauf. Und wenn es bei einem -kleinen- Familienmitglied nicht perfekt wird, dann können sich alle auf den Geist der Weihnacht besinnen und guten Herzens die Mühe loben, die sich jeder für das Wohl der Gemeinschaft gemacht hat...